Absolventen



Gruppe 2015 / 2016, Foto:www.photo-pencil.de




Gruppe 2014 / 2015, Foto:www.photo-pencil.de

 


Gruppe 2013 / 2014, Foto:www.photo-pencil.de


 
Gruppe 2011 / 2012, Foto:www.photo-pencil.de




Gruppe 2010 / 2011, Foto:www.photo-pencil.de

 

Resümee einer Absolventin:


Liebe Hundetrainer-Azubis,

ich weiß, Sonja nennt uns immer Studenten und wir studieren auch viel, z.B. die Bücher (ich habe bis jetzt 43 gelesen), das Hundeverhalten und vieles mehr.
Auch die Abschlusspräsentation ist durchaus anspruchsvoll. Aber – ich kann euch glaubhaft versichern, dass das, was wir hier lernen, ein hammerhartes Handwerk ist.

An unserem ersten Ausbildungstag hat uns Sonja strahlend begrüßt. Sie prophezeihte uns eine harte Zeit, und dass wir zittern würden.

Ich musste schmunzeln. Was sollte mir schon passieren? Als erwachsene Frau, mit selbst gewählten Zielen, Disziplin und, wie ich dachte, schon einer ganzen Menge Hundeverstand im Gepäckt.
So schlimm konnte es nicht werden.

Aber, es kam schlimmer :)
Ich war es seit Jahren gewohnt, bei jedem Wetter, mit Pferd und Hund in Wald und Wiese unterwegs zu sein. Auch habe ich nie körperliche Arbeit gescheut.
Aber bei eisigen Temperaturen, Stunde um Stunde, ein Training nach dem anderen zu begleiten ist schon hart. Ich erinnere mich auch noch gut an ein Einzelpraktikum im Sommer: 36°C und Fährtengruppen ohne Ende. Trotz längerer Mittagspause war ich mehr als 8 Stunden unterwegs und wurde von einem Trainer zum nächsten weitergereicht (verdreckt, verschwitzt, zerstochen, zerkratzt, verhungert, verdurstet – ungefähr in dieser Reihenfolge). Aber nicht verzweifeln und keine Vergleiche ziehen! Sonjas Thermoregulationsmechanismus ist kein Maßstab und hat nichts mit einem „normalen“ Menschen gemein. Vermutlich ist sie mit Mr. Spock verwand, was auch ihre Begabung für Logik und Diplomatie erklären würde.

Das Einzige was hilft, ist eine gute Planung (elementar wichtig für jedes Hundetraining), angemessene Kleidung und eine gute Portion Gelassenheit.
Hundetrainer sind keine Masochisten, aber sie müssen leidensfähig sein!
Und doch habe ich die Entscheidung, diese Ausbildung zu absolvieren, nie bereut!
In meiner eigenen Hundeschule, bin ich glücklich über jede Minute, die ich mit den Hunden arbeiten darf.

Die Arbeit mit den Hunden ist meist gar nicht so kompliziert. Die Kunden auf den richtigen Weg zu bringen, dass ist der schwierigste Part! Als Krankenschwester war ich den Umgang mit Menschen gewohnt und habe gelernt, sie dort abzuholen, wo sie stehen. Aber so mancher Kunde ist wirklich eine harte Nuss. Auch habe ich den administrativen Aufwand einer Hundeschule unterschätzt. Ich denke, die Büroarbeit nimmt in etwa 30% ein.

Nichts, was ich bei dogcom gelernt habe, war unwichtig. Es ist sehr viel Stoff!
Ihr müsst von Anfang an lernen. Aber Sonja verlangt in ihren Prüfungen nichts Unmögliches. Nur manchmal vergisst sie für eine kurze Zeit, dass wir alle noch einen anderen Job haben. Viele Dinge habe ich erst im Nachhinein zu schätzen gewusst. Es war z.B. ein großes Geschenk, dass wir jeder Zeit Sonja´s Glashaus oder den eingezäunten Platz nutzen durften.

Das aller Wichtigste aber ist, eure Beobachtungsgabe zu schulen!
Ich weiß wie schwer es ist, wenn man schon 5-6 Stunden Theorie hinter sich gebracht hat, einem Kundentraining aufmerksam zu folgen. Da ist es einfach entspannter, zu rauchen oder mit den netten Kurskollegen zu plaudern. Irgendwann ist auch einfach die Konzentration am Ende. Aber ich möchte euch diese praktischen Trainingseinheiten sehr ans Herz legen. Beobachten, beobachten, beobachten und erst einmal nicht interpretieren. Setzt euch ohne Hund auf die Parkbank oder eine Hundewiese und studiert das Hundeverhalten. So werdet ihr ganz langsam die theoretisch besprochenen Inhalte wiedererkennen.

Seid für Einzelpraktikum und Trainingsbegleitung gut vorbereitet (Kleidung, Equipment, ausreichend Leckerlis). Fragt deutlich, wenn ihr nicht sicher seid, was von euch erwartet wird! Das spart eine ganze Menge Unmut.

Es war eine schöne Zeit!

Ich habe viele liebe Menschen kennengelernt und gute Freunde gefunden. Gerade dieses Netzwerk, aus Kollegen und dogcom, ist für den Beginn des eigenen Trainings ungeheuer hilfreich. Auch hat jede Ausbildungsgruppe ihre eigene Dynamik. So viel ich weiß, sind die meisten richtig toll gewesen.
Unsere sowieso :)

Aber auch in jeder Gruppe gibt es Menschen, die über weniger Sozialkompetenz verfügen als die anderen Teilnehmer. Nehmt sie mit und nehmt es sportlich. Die Arbeit mit Kunden ist oft viel schwieriger.

Herzliche Grüße

Kirsten Merkel dogcom-Trainerausbildung 2013 / 2014

http://hund-land-stadt.de